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Stoßwellen Therapie in der physiotherapeutischen Behandlung

In der Medizin werden Stoßwellen elektromagnetisch erzeugt. Drei Parameter bestimmen die Intensität. Es ist die Energiemenge, die freigesetzt wird, die Anzahl der verabreichten Stöße, die Wechselwirkung mit dem beschallten Gewebe. Die Intensität und Frequenz werden vom Therapeuten individuell an das Krankheitsbild angepasst und am Gerät eingestellt. Je höher die Intensität und die Frequenz desto intensiver ist die Wirkung. Bei orthopädischen Krankheiten sollen die Stoßwellen ihre Wirksamkeit entfalten indem sie das erkrankte Gewebe mechanisch reizen. Dabei regen sie komplexe Vorgänge an, die Durchblutung und den Zellstoffwechsel im Gewebe fördern. So sollen Heilungsprozesse begünstigt und Schmerzen verringert werden. Durch die Stimulation von Mechanorezeptoren ( registrieren u.a. Gelenkbewegungen ) kommt es oft zu einer direkt nach der Behandlung eintretenden Schmerzlinderung. Stoßwellen beschleunigen die Bildung von körpereigenen Botenstoffen und fördern somit allgemeine Heilungsprozesse. Die wissenschaftlichen Studien konnten leider noch nicht endgültig die Wirkungsweise der Stoßwelle erklären. Die Behandlungen werden alle 3 bis 5 Tage durchgeführt. Nach der Reizgebung durch die Stoßwelle benötigt der Körper Zeit um entsprechenden Reaktionen zur Heilung in Gang zu setzen.


In der Stoßwellentherapie werden radiale und fokusierte Stoßwelle unterschieden. Die fokusierte Stoßwelle ist deutlich intensiver und wird besonders zur Zertrümmerung von Kalkdepots eingesetzt. Diese Art der Anwendung darf nur von einem Arzt durchgeführt werden und es bedarf häufig vor der Behandlung die Gabe eines Schmerzmittels.


Stoßwellen

In der Physiotherapie wird ausschließlich die radiale Stoßwelle eingesetzt. Hier sind die Nebenwirkungen, wie Hämatome oder traumatische Veränderungen, so gut wie nicht vorhanden. Sie wird von den Patienten maximal als unangenehm bis leicht schmerzhaft empfunden. Die Anwendungszeit beträgt 5 bis 10 Minuten, abhängig von der Diagnose und der Größe des zu behandelnden Areals. Auf Grund der besseren Verträglichkeit kann sie häufiger als die fokusierte Stoßwelle eingesetzt werden.


Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn nach der Stoßwelle eine Iontophorese mit Voltarengel durchgeführt wird. Durch die intensive Stimulation des Gewebes durch die Stoßwellen erfolgt eine reaktive Mehrdurchblutung. Hier wird mit Strom und einem schmerzlindernden und entzündungshemmenden Gel eine Anwendung direkt am pathologisch veränderten Gewebe durchgeführt. Durch die starke Durchblutung des pathologisch veränderten Gewebes wird der Wirkstoff des Gels direkt an den Ort transportiert wo es seine Wirkung entfalten soll. Die Anwendungszeit beträgt 15 Minuten.


Krankheitsbilder wo die Stoßwelle gute Ergebnisse gezeigt hat:

  • Sehnenansatzentzündungen z.B. an der Schulter
  • Schleimbeutelentzündungen an der Schulter und Hüftgelenk
  • Tennis- Golferellenbogen ( Epikondylitis)
  • Fersensporn mit Fasziitis plantaris ( Entzündung der Fußsehnenplatte)
  • Myofasziale Triggerpunkte ( verspannte und schmerzhafte Muskelpunkte )

Wir empfehlen mindestens 4 bis 5 Behandlungen durchzuführen. Danach besprechen wir mit Ihnen ob eine Fortsetzung der Behandlung einen Sinn macht. In den meisten Fällen zeigt sich eine positive Veränderung nach 5 Behandlungen. Internationale Studien zeigen eine Wirksamkeit in der es zu einer signifikanten Schmerzlinderung kam in 70 bis 75 % der Anwendungen.


Die Kosten betragen für die Stoßwellenbehandlung mit Iontophorese in unserer Praxis 20,- Euro pro Behandlung.


Medizinische Wirkung der Stoßwelle/ Häufig gestellte Fragen (hier klicken)

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